
VGI-Tarife steigen ab August: Was Fahrgäste jetzt wissen müssen
Tariferhöhung wegen steigender Kosten
(rr) Weiterhin deutlich steigende Kosten veranlassten den Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt dazu, den VGI-Tarif zum 1. August 2026 anzuheben. Die Erhöhung beträgt 4,9 Prozent und erfolgt linear in allen Tarifstufen unter Berücksichtigung sogenannter Glättungseffekte.Damit sollen gerade Euro- und Cent-Beträge entstehen, die sowohl im Fahrerverkauf als auch im Vorverkauf einfacher angewendet werden können. Trotz der Anpassung verweist der Verkehrsverbund auf mehrere preisreduzierte Angebote, die für viele Fahrgäste weiterhin eine günstige Alternative darstellen.
Deutschland-Ticket und 365-Euro-Ticket bleiben zentrale Alternativen
Ein besonders günstiges Angebot bleibt nach Angaben des VGI weiterhin das 365-Euro-Ticket für Schülerinnen und Schüler. Auch das Deutschland-Ticket sowie weitere preisreduzierte Fahrscheine sollen dazu beitragen, dass ein großer Teil der Fahrgäste den öffentlichen Nahverkehr trotz Tarifanpassung vergleichsweise günstig nutzen kann.VGI-Vorstand Robert Frank betonte, auch sehr viele weitere Fahrgäste könnten trotz der Tarifanpassung günstig den ÖPNV nutzen, etwa mit dem Deutschland-Ticket. Besonders für Fahrgäste, die eher selten mit dem Bus fahren, sei die FAIRTIQ-App ein interessantes Angebot, da die einfachste Fahrkarte für Reisende letztlich immer den günstigsten Preis berechne.
Auskömmlicher Tarif soll Verkehrsunternehmen absichern
Entscheidend für die Akzeptanz des VGI-Tarifs durch die Verkehrsunternehmen ist nach Angaben des Verbunds die Auskömmlichkeit des Tarifs. Dies gilt insbesondere mit Blick auf bundes- und landesweit eingeführte Angebote wie das Deutschland-Ticket, das Bayerische Ermäßigungsticket für Studierende und Auszubildende sowie das 365-Euro-Ticket.Bei diesen Angeboten wird der Endkundenpreis vorgegeben. Die Differenz zum jeweils gültigen Referenztarif wird anschließend als Ausgleichsleistung gezahlt. Gleichzeitig müsse der VGI-Tarif für Fahrgäste attraktiv bleiben und die Kosten für den Ticketvertrieb müssten in einem ausgewogenen Verhältnis zum Absatz stehen.
Diese Änderungen kommen im VGI-Sortiment
Mit der Tarifanpassung verändert der VGI auch sein Ticketangebot. Die Nachtkarte entfällt, die bisherige Partnertageskarte wird in Gruppenkarte umbenannt. Zudem entfällt das Jobticket Premium für Bus und Bahnnutzung; bereits ausgestellte Jobtickets Premium bleiben jedoch weiterhin gültig.Alte Fahrkarten nur noch befristet gültig
Fahrkarten nach dem alten Tarif verlieren zum 31. August 2026 ihre Gültigkeit. Innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten der Tarifänderung können sie im VGI-Kundencenter in der Mauthstraße 4 in Ingolstadt gegen Anrechnung des Restwertes umgetauscht oder erstattet werden.Bei einer Erstattung wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2,00 Euro erhoben. Jahreskarten und Jobtickets bleiben bis zum aufgedruckten Gültigkeitsdatum gültig. Nach dem 31. Januar 2027 können Fahrkarten nach dem alten Tarif nicht mehr zurückgegeben oder umgetauscht werden.
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