
THI setzt neue Maßstäbe in der Ausbildung für Digitale Medizin und Life Sciences.
(rr) Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) hat einen modernen Wet-Lab-Bereich im Labor für Digitale Medizin eröffnet und erweitert damit ihr Lehrangebot für die Bereiche Genetik, Biochemie und Bioinformatik. Studenten erhalten ab sofort die Möglichkeit, experimentelle Methoden der Life Sciences kennenzulernen und mit digitalen Verfahren zu kombinieren. Der neue Laborbereich schlägt eine Brücke zwischen klassischer Laborarbeit und innovativer Datenanalyse.
Im Nasslabor erlernen Studenten grundlegende experimentelle Verfahren, wie die Gewinnung und Analyse genetischer Informationen sowie die Rekonstruktion von Stammbäumen aus DNA. Sie führen Untersuchungen an biologischen Proben durch und verarbeiten die gewonnenen Daten mit digitalen Methoden weiter. Laut Professor Ludwig M. Lausser, Studienfachberater für Bio- und Medizininformatik und Sprecher des Labors, werde den Studenten das Verständnis für die Verbindung von Theorie und Praxis durch reale und virtuelle Experimente erleichtert. Außerdem arbeiteten sie interdisziplinär und würden lernen, medizinische Fragestellungen mit digitalen und realen Werkzeugen zu bearbeiten.
Das Labor Digitale Medizin bündelt praxisnahe Lehrangebote aus Bio- und Medizininformatik und richtet sich insbesondere an Studenten der Studiengänge Bio- und Medizininformatik, Biomedical Engineering, Biomechanik sowie Life Science Management. Dort werden biologische und medizinische Grundlagen mit digitalen Methoden und technischen Anwendungen verknüpft.
Der Laborbereich wird für Praktika in Mikrobiologie, Genetik, Anatomie, Physiologie, Biochemie und Pharmakologie genutzt. Das Angebot wird ergänzt durch biomedizinische Datenanalyse, Modellierung, Simulation, medizinische Bildverarbeitung sowie KI-basierte Verfahren in der Medizin. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung des Gesundheitswesens. An Demonstratoren aus den Bereichen Medizininformatik und Telemedizin erhalten Studenten Einblicke in digitale Klinikstrukturen und deren sicherheitsrelevante Aspekte. Praktika zur Medical Security beschäftigen sich unter anderem mit Cyberangriffen, Intrusion Detection und Schwachstellenanalysen.
Mit dem neuen Laborbereich setzt die TH Ingolstadt ein starkes Zeichen für die Zukunft der digitalen Medizin und fördert die praktische Ausbildung von Nachwuchskräften in einem zukunftsweisenden Umfeld.
Für weitere aktuelle Nachrichten rund um die Region folgen Sie uns doch auf Facebook und Instagram.