
Modernste Verfahren verbessern die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzerkrankungen
(rr) Herzerkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jährlich werden über 1,7 Millionen Patientinnen und Patienten aufgrund von Herzproblemen stationär behandelt. Eine schnelle und spezialisierte Versorgung ist daher entscheidend für die Prognose und Lebensqualität. Das Ameos Klinikum St. Elisabeth Neuburg, mit seiner Klinik für Innere Medizin und Kardiologie, gilt als zweitgrößte Kardiologie in der Region und legt besonderen Wert auf moderne, minimalinvasive Behandlungsmethoden.
Minimalinvasive Akutbehandlungen und innovative Therapieverfahren
Die Klinik setzt auf etablierte und innovative Verfahren, sowohl in der konservativen als auch in der interventionellen Therapie von Herzschwäche. Jährlich werden zahlreiche Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Herzerkrankungen diagnostiziert und behandelt. Der Fokus liegt laut Klinikleitung auf minimalinvasiven Methoden, die kleinere Zugangswege, ein geringeres Risiko für Komplikationen sowie kürzere Krankenhausaufenthalte ermöglichen und eine schnelle Rückkehr in den Alltag begünstigen.
Impella-Pumpe: Revolutionäre Hilfe bei kardiogenem Schock
Zu den besonders innovativen Therapien zählt der Einsatz der Impella-Pumpe, einer kleinen, katheterbasierten Pumpe, die in die linke Herzkammer eingeführt wird. Sie unterstützt die Pumpfunktion des Herzens und entlastet es in kritischen Situationen. Dr. Peter M. Reil, Chefarzt der Klinik, erklärte, dass durch die Impella-Pumpe die Durchblutung des Körpers verbessert werde und das Herz die Möglichkeit zur Erholung habe. Die Pumpe kommt vor allem bei kardiogenem Schock, einer lebensbedrohlichen Komplikation nach einem schweren Herzinfarkt, zum Einsatz und sorgt als temporäre Unterstützung für eine Stabilisierung der Herzfunktion.
Carillon-System: Hoffnung bei Herzschwäche und Mitralklappeninsuffizienz
Herzschwäche betrifft in Deutschland mehrere Millionen Menschen und geht oft mit Problemen an der Mitralklappe einher. Das Carillon-System etabliert sich zunehmend als vielversprechende Therapieoption und wird minimalinvasiv über einen Herzkatheter eingesetzt. Dr. Reil betonte, dass die Methode den Vorteil biete, auf einen offenen herzchirurgischen Eingriff verzichten zu können, wodurch die Risiken minimiert und der Krankenhausaufenthalt verkürzt werde. Die gesunde Herzklappe bleibe erhalten und werde durch das System von außen stabilisiert.
Katheterablation: Effektive Behandlung von Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und erhöht das Schlaganfallrisiko erheblich. Seit zwei Jahren wird im Klinikum erfolgreich die Katheterablation durchgeführt. Laut Klinikleitung werden krankhaft veränderte Herzmuskelareale gezielt verödet, wodurch der normale Herzrhythmus wiederhergestellt und das Schlaganfallrisiko langfristig gesenkt werde.
Renale Denervation: Fortschritte bei der Behandlung von Bluthochdruck
Bluthochdruck gilt als Hauptursache für Kreislauferkrankungen und wird häufig als „stiller Killer“ bezeichnet. Nicht immer lässt sich der Blutdruck durch Medikamente ausreichend senken. Die Klinik setzt auf die renale Denervation, einen unkomplizierten Eingriff, der laut Ärzten zu einer deutlichen Verbesserung des Blutdrucks und zur Vorbeugung von Folgeerkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Herzschwäche führen könne.
Individuelle Versorgung und Verbesserung der Lebensqualität
Dr. Peter M. Reil, Chefarzt der Klinik, betonte, dass die innovativen und schonenden Verfahren eine schnellere Stabilisierung von Patientinnen und Patienten in kritischen Situationen ermöglichen und die Lebensqualität bei chronischen Erkrankungen verbessern würden. Die Klinik orientiere sich stets an den individuellen Bedürfnissen und dem Gesamtbild, um den bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen.
Das Foto zeigt von links Oberarzt Dusan Milikic, Oberärztin Chrysoula Vogiatzi, Chefarzt Dr. Peter M. Reil und Oberarzt Dr. Philipp Hoppe.
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