Verkehrssicherheit auf der B 16 bei Manching: Gefährliche Unfallstelle nach fast 30 Jahren beseitigt


  
Freigabe der neuen Überführung am 7. November 2025 nach vierjähriger Bauzeit.

(rr) Nach knapp vier Jahren Bauzeit wird am Freitag, den 7. November 2025, die neu gestaltete Kreuzung der Bundesstraße 16 und der Staatsstraße 2335 bei Manching für den Verkehr freigegeben. Damit findet eine der langwierigsten Unfallhäufungsstellen Bayerns endlich ein sicheres Ende.



Hintergrund: Jahrzehntelange Gefahr entschärft
Der Einmündungsbereich der St 2335 in die B 16 galt seit 1997 offiziell als Unfallhäufungsstelle und war damit einer von drei sogenannten „Superdauerbrennern“ im Freistaat. Die besondere Gefährlichkeit der höhengleichen Einmündung konnte nur durch eine grundlegende bauliche Veränderung, eine sogenannte Höhenfreimachung, nachhaltig entschärft werden. Durch den Bau von Über- und Unterführungen werden die verschiedenen Verkehrsströme nun auf unterschiedlichen Ebenen geführt und gefährliche Kreuzungspunkte vermieden.



Archäologie und Historie beeinflussen Bauplanung
Die Wahl der baulichen Lösung stand unter besonderen Voraussetzungen: Die Lage im archäologisch bedeutenden Oppidum von Manching – einer Großsiedlung der Kelten – sowie die Nähe zum Flugplatz Manching, der am Ende des Zweiten Weltkriegs schwer bombardiert wurde, machten die Planungen komplex. Aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen entschied man sich schließlich für die Variante mit einer Überführung.



Deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit
Mit der nun erfolgten Verkehrsfreigabe ist die Unfallhäufung an dieser Stelle Geschichte. Der Umbau stellt einen wichtigen Meilenstein für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dar: Durch die neuen Bauwerke werden die Unfallgefahren, insbesondere die Schwere möglicher Unfälle, für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger erheblich reduziert.



Vier neue Bauwerke sorgen für sichere Wege
• Ein Durchlass unter der St 2335 ermöglicht den sicheren Fußgänger- und Radverkehr.
• Ein großes Brückenbauwerk überspannt die B 16.
• Eine 465 Meter lange und 4,50 Meter hohe Lärmschutzwand mit integrierter Toranlage für die Freiwillige Feuerwehr Manching schützt die Anwohner vor Verkehrslärm.
• Eine innovative Holzhybridbrücke über die B 16 bietet eine weitere sichere Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer.



Restarbeiten bis Dezember 2025
Mit der Verkehrsfreigabe wird der Verkehr von der bisherigen Baustellenumfahrung zurück auf die B 16 verlegt. Im Umfeld laufen bis etwa Mitte Dezember noch verschiedene Restarbeiten, darunter der Teilrückbau der temporären Umfahrung sowie die Fertigstellung der nördlichen Rampe der neuen Fuß- und Radwegbrücke. Diese Maßnahmen werden den Verkehr auf der Bundes- und Staatsstraße jedoch kaum beeinträchtigen.



Die erfolgreiche Fertigstellung dieses Projekts markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Region und dient als Vorbild für die nachhaltige und sichere Gestaltung von Verkehrsknotenpunkten in ganz Bayern.









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