Mobil Krankenkasse bietet innovative Meniskustransplantation im Rahmen eines Selektivvertrags in München an


 
Erweiterung des Leistungsangebots ermöglicht spezialisierten Eingriff für ausgewählte Patientinnen und Patienten

(rr) Zu Beginn des Jahres hat die Mobil Krankenkasse ihr Kooperationsangebot mit dem OCM Orthopädisch Chirurgischen Versorgungszentrum München deutlich erweitert. Der Katalog der planbaren Operationen wurde von bisher 53 auf nun 85 Leistungen ausgebaut. Erstmals wurde auch die Meniskustransplantation in das Angebot aufgenommen, ein hochspezialisiertes Verfahren im Bereich der orthopädischen Chirurgie.



Erste gesetzliche Krankenkasse mit besonderem Vertragsmodell
Mit diesem Schritt ist die Mobil Krankenkasse nach eigenen Angaben die erste gesetzliche Krankenkasse, die diesen Eingriff im Rahmen einer speziellen vertraglichen Vereinbarung mit einem spezialisierten Zentrum ermöglicht. Bereits seit 2018 umfasst der Vertrag komplexe Eingriffe an Knie, Hand, Schulter, Hüfte, Ellenbogen, Fuß und Wirbelsäule. Ziel ist, innovative und anspruchsvolle Operationen strukturiert und qualitätsgesichert ambulant, kurzstationär oder stationär anzubieten.



Gezielte Innovation für ausgewählte Patientinnen und Patienten
Die Bereichsleitung Innovationen/Versorgung der Mobil Krankenkasse teilt mit, mit der Vertragserweiterung werde die Versorgung dort gestärkt, wo sie besonders anspruchsvoll sei. Besonders jüngere Versicherte mit komplexen Knieproblemen würden von spezialisierten Behandlungsangeboten profitieren. Entscheidend für eine Meniskustransplantation seien eine sorgfältige medizinische Prüfung und erfahrene Operateure.



Meniskustransplantation: Strenge Auswahlkriterien und klare Indikation
Eine Meniskustransplantation kommt nur für Patientinnen und Patienten infrage, bei denen die Meniskuswurzel oder die Randleiste nicht mehr vorhanden ist und ein künstlicher Meniskus nicht eingesetzt werden kann. Zu den Voraussetzungen zählen unter anderem ein stabiles Kniegelenk, eine gerade Beinachse und ein Alter unter 50 Jahren. Ziel des Eingriffs ist es, die Belastbarkeit des Kniegelenks zu verbessern und Folgeschäden möglichst zu vermeiden. In geeigneten Fällen kann damit der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks hinausgezögert oder vermieden werden.



Spezialisiertes Verfahren für eine kleine Patientengruppe
Nach Aussage von Prof. Dr. med. Philipp Niemeyer, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am OCM, sei die Meniskustransplantation kein Routineeingriff, sondern eine hochspezialisierte Therapie für ausgewählte Fälle. Wenn wichtige Strukturen des Meniskus nicht mehr vorhanden seien, könne Spendergewebe die Funktion des Kniegelenks stabilisieren. Voraussetzung dafür sei eine präzise Diagnostik und eine sorgfältige Auswahl der Patientinnen und Patienten.

In Deutschland werden derzeit jährlich etwa 40 bis 50 Meniskustransplantationen durchgeführt. Auch am OCM bleibt die Zahl der Eingriffe aufgrund enger medizinischer Vorgaben und der begrenzten Verfügbarkeit von geeignetem Spendergewebe überschaubar.



Behandlung ausschließlich im Rahmen des Vertrags
Die Versorgung erfolgt ausschließlich auf Basis einer vertraglichen Vereinbarung zwischen der Mobil Krankenkasse und dem OCM München. Vor dem Eingriff werden die individuellen medizinischen Voraussetzungen sorgfältig geprüft. Ziel ist, Patientinnen und Patienten mit komplexen Knieproblemen eine innovative Behandlungsmöglichkeit unter höchsten Qualitätsstandards zu bieten.



 
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